ZOO&Co. – Urlaub mit dem Hund

Ob Wellness-Wochenende, Radurlaub, Gruppenreise oder Ferien am Meer – die schönste Zeit des Jahres ist für viele Hundebesitzer erst dann so richtig schön, wenn sie ihren Vierbeiner mitnehmen können. Damit der Urlaub für alle Beteiligten zum Erfolg wird, gilt es viele wichtige Punkte zu beachten, von der Reisevorbereitung über das hundefreundliche Hotel bis hin zu Einreisebestimmungen und Impfungen. Hier der große Überblick!

Was für ein Glück, dass die Reisebranche auf den Hund gekommen ist! Seit Jahren steigt das Angebot von Hotels und Campingplätzen, die auf Gäste mit vier Pfoten ausgerichtet sind; sogar große Reiseanbieter präsentieren mittlerweile entsprechende Urlaubsziele, von der Nord- und Ostsee über Südtirol bis nach Italien und Frankreich. Auch viele kleine Anbieter haben sich auf den erfolgreichen Trip mit dem Hund spezialisiert. Sich bei der Reiseplanung unterstützen zu lassen, ist gar keine schlechte Idee, denn schließlich ist der Hund ein ganz besonderer  Reisebegleiter. Die optimale Planung können Sie jedoch auch selbst in die Hand nehmen, wenn Sie zuvor wichtige Punkte wie die Reiseart und die Unterkunft  darauf abstimmen, dass sie für den Hund geeignet sind.

Vierbeiner unterwegs

Eine Grundsatzentscheidung für jeden Urlaub mit dem Hund ist sicherlich die Reise an sich. Viele Hundehalter sehen davon ab, den Hund im Flugzeug mitzunehmen. Tatsächlich gibt es wohl kaum einen Vierbeiner, der sich hoch oben in der Luft so richtig wohl fühlt. Wer seinem Hund den Stress der Flugreise ersparen möchte, setzt deshalb auf Auto und Bahn – oder macht die Reise selbst zum Urlaub, beispielsweise als Fahrrad- oder Wanderurlaub.

Nicht zuletzt die Größe und das Alter des Hundes sind dabei ausschlaggebend. Kleine Hunde lassen sich relativ unkompliziert im Flugzeug oder in der Bahn mitnehmen. Im Flugzeug dürfen sie bei manchen Airlines sogar mit Herrchen und Frauchen in der Kabine sitzen. Eine ausgiebige Wanderung oder eine längere Fahrradtour können für Mensch und Vierbeiner zum tollen Erlebnis mit großem Spaßfaktor werden. Jedoch wollen auch solche Urlaube gut durchdacht, geplant und vorbereitet werden – beispielsweise durch Lauftraining oder indem man den Hund an einen Hundekorb oder Hundeanhänger gewöhnt. Hundehalter sollten sich zu Beginn der Reiseplanung gut überlegen, was sie  ihrem Schützling zumuten können und wollen.

Auto

Für viele Hundehalter ist das Auto das geeignetste Transportmittel, um gemeinsam mit dem Vierbeiner in den Urlaub zu fahren – nicht zuletzt, weil alles, was der Hund braucht, problemlos mitgenommen werden kann. Allerdings vertragen nicht alle Vierbeiner das Autofahren. Hier kann gegebenenfalls der Tierarzt helfen.

Bahn

Mit der Bahn fahren können Frauchen und Herrchen, wenn ihr Hund gut hört und brav ist. Übrigens muss er dann nach Bahnvorschriften trotzdem einen Maulkorb tragen! Außerdem muss für Hunde, die nicht im Transportbehälter mitgenommen werden, der halbe Fahrpreis eines Erwachsenen bezahlt werden. Die Bahn informiert auf ihrer Internetseite über die Details.

Flugzeug

Wer mit dem Hund in den Urlaub fliegen möchte, sollte sich gleich zu Beginn bei der jeweiligen Fluggesellschaft informieren, bei der er den Flug buchen möchte. Nicht alle Airlines erlauben die Mitnahme von Tieren! Außerdem ist die Größe des Hundes wichtig: In der Regel dürfen Hunde bis fünf Kilogramm in einer Transportbox in der Kabine mitfliegen, größere Hunde kommen mit ihrer Transportbox in den Frachtraum. Zuvor sollte die Aufenthaltsdauer des Hundes in solch einer Transportbox (inklusive Ein- und Auschecken und Flugzeit) abgeklärt und geprüft werden, ob die Zeitspanne für den Hund zumutbar ist.

Schiff

Auch hier sollte man bereits vorab mit der Fährgesellschaft Kontakt aufnehmen und sich erkundigen, ob Hunde an Bord erlaubt sind und die Mitnahme Geld kostet. Sind Maulkorb und/oder Transportbox Pflicht? Manche Fährgesellschaften halten an Bord fest installierte Transportboxen für Hunde vor. Gleichfalls sollte man sich informieren, wo der Hund während der Überfahrt untergebracht werden soll.

Hundefreundliche Reiseziele

Dank Internet muss man heutzutage nicht mehr blind darauf vertrauen, dass  Hotel- und Campingplatzbesitzer Hundefreunde sind: Ein Blick ins Netz verrät, welche Unterkünfte Vierbeiner willkommen heißen. Dadurch bleibt vor allem uns Menschen viel Stress erspart! Beispiel Kärnten: Das südlichste Bundesland Österreichs gilt schon längst als sicherer Tipp für reisefreudige Hundehalter.  Unzählige Hundehotels und Ferienhäuser bieten entspannte Aufenthaltsmöglichkeiten für Mensch und Tier, vielerorts rundet ein umfassendes Hunde-Angebot den Urlaub ab. Dazu gehören Gassi-Services,  Wanderwege und Touren für Hund und Halter, aber auch Flüsse und Seen mit eigens ausgewiesenen Hundestränden, an denen die Vierbeiner jederzeit herrlich planschen und spielen können.

Schwieriger wird es da schon in Italien – an vielen Stränden im Süden sind Hunde nicht nur unerwünscht, sondern verboten. Die extra aufgestellten Verbotsschilder sollte man lieber nicht ignorieren, denn sonst droht ein saftiges Bußgeld. Manche italienischen Kommunen haben aber auch Hunde als Tourismusfaktor entdeckt. So gibt es beispielsweise in der Nähe der Stadt Maccarese unweit von Rom eine richtiggehende Badeanstalt für Hunde. Die Einrichtung namens Baubeach empfängt in den Sommermonaten täglich mehr als 100 Vierbeiner, die dort im Sand toben und ins frische Nass springen können. Weitere Bademöglichkeiten findet man an der Toskana-Küste, unter anderem bei Livorno, Perelli und  Piombino. Es handelt sich meist um ausgewiesene Teile des Strandes.

Doch Vorsicht: Auch dort kann es sein, dass nur eine bestimmte Anzahl von Hunden erlaubt und der Strand dadurch schnell „überfüllt“ ist. So gilt also, gleichgültig ob Nordsee, Italien, Österreich oder auch Spanien und Griechenland: Erst im Internet recherchieren, wie es sich mit den Gegebenheiten vor Ort verhält!

Einreisebestimmungen

Ob vereintes Europa oder Schengen-Abkommen – für Hunde gelten allerorts bestimmte Einreisebestimmungen. Einer EU-weiten Verordnung zufolge müssen die Tiere (übrigens nicht nur Hunde, sondern auch Katzen) zur eindeutigen Identifikation elektronisch gekennzeichnet, also mit einem Mikrochip versehen sein. Auch eine gültige Tollwutimpfung ist Pflicht – erkundigen Sie sich beim Tierarzt, denn hier gelten bestimmte Vorgaben, wann die Impfung erfolgt sein muss. Darüber hinaus müssen die Reisenden natürlich den Impfpass des Tieres dabei haben. Besitzer bestimmter Rassen sollten außerdem sicherstellen, dass sie ihr Tier in das Zielland mitnehmen dürfen (in vielen Ländern sind bestimmte Kampfhund-Rassen verboten) und nach Ende des Urlaubs auch wieder problemlos nach Deutschland einreisen können. Hierzulande ist die Einführung  von Pitbull, Bullterrier und ähnlichen Hunderassen grundsätzlich verboten. Es gilt also, mit den entsprechenden Unterlagen nachzuweisen, dass der Hund in Deutschland zu Hause ist.

Für manche Länder wie Finnland, Großbritannien und Irland gilt neben dem Mikrochip und der Tollwutimpfung auch die Pflicht zu einer Bandwurm-Behandlung, die 24 bis 120 Stunden vor der Einreise erfolgt sein muss. In Belgien wiederum besteht allgemeine Leinenpflicht, so auch in Kroatien. Griechenland hält sich einfach nur an die EU-Bestimmungen und besteht nicht auf der Leinenpflicht – allerdings wird auf manchen Fähren verlangt, dass der Vierbeiner einen Maulkorb trägt. Und last, but not least: Hundetüten für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner sollte man sicherheits- und anstandshalber in jedem Land dabei haben. Zusammengefasst gesagt hält man sich am besten an das Sprichwort „Andere Länder, andere Sitten“ – eben auch bei der Hundehaltung und den entsprechenden Vorschriften. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, informiert sich vorher umfassend über die Regeln und Vorschriften im Zielland.

Ich packe meinen Koffer …

Alleine aus der Reiseplanung und der Art der Reise ergibt sich bereits eine umfassende Liste all jener Dinge, die in den „Reisekoffer“ des Hundes gehören.
Den Impfpass sollte man grundsätzlich immer mitnehmen – allein schon wegen der Einreise in ein fremdes Land, aber auch für den Notfall, sprich, wenn der Vierbeiner aus irgendeinem Grund zum Tierarzt muss. Darüber hinaus gehört alles Zubehör ins Gepäck, auf das Ihr Hund nicht verzichten möchte. Zum Beispiel seine Hundedecke, damit er sich auch in der Ferne wohlfühlt; sein Fressnapf und mindestens ein paar Rationen Futter für die Reise. Wer einen empfindlichen Vierbeiner hat, sollte bedenken, dass Futterumstellungen für unerwünschte Reaktionen wie Durchfall sorgen können, und nimmt nach Möglichkeit eine ausreichende Menge des gewohnten Futters mit. Auch frisches Wasser für den Hund sollte stets zur Hand sein.

Weiterhin dürfen Ersatzleine und -halsband nicht fehlen, falls etwas zu Bruch geht. Auch Lieblingsspielzeug, Zeckenzange, Hundebürste und andere Pflegemittel gehören ins Gepäck. Hinzu kommen eventuelle Medikamente, die Ihr Hund benötigt. Bedenken Sie außerdem, dass es in südeuropäischen Ländern bestimmte Krankheiten gibt, die hier noch nicht verbreitet sind. Besonders hervorzuheben ist die Sandmücke, die Krankheiten wie Leishmaniose und Ehrlichiose übertragen kann. Am besten erkundigen Sie sich darüber bei Ihrem Tierarzt – es gibt Zeckenbänder, die nicht nur gegen Zecken, sondern auch gegen Sandmücken schützen. Bei größeren Tieren sollten Sie außerdem unbedingt auch einen Maulkorb anschaffen, um für eine eventuelle Maulkorbpflicht ausgestattet zu sein.

Warum in die Ferne reisen …

Auch wer im Jahresurlaub mit seinem Vierbeiner nur in heimischen Gefilden auf Wanderschaft geht oder eine Fahrradtour machen möchte, sollte seine Reise gut vorbereiten. Während man sich nicht umfassend über die Gegebenheiten in einem ausländischen Zielland informieren muss, ist es hier besonders wichtig, die Reise optimal auf den Vierbeiner auszulegen, damit er nicht überfordert wird und gut mithalten kann. Egal ob per Fahrrad oder per pedes, trainieren Sie mit Ihrem Hund zuvor und bauen Sie seine Kondition langsam auf. Ein entspanntes Radreisen lässt sich mithilfe eines geeigneten Fahrradanhängers unterstützen.
Auch dafür sollte man jedoch schon zuvor mit seinem Vierbeiner üben und ihn mit dem Anhänger vertraut machen.

Wenn Sie möchten, können Sie sich sogar mit Gleichgesinnten auf Tour begeben – verschiedene Anbieter kümmern sich um die Organisation von Wander- und/oder Fahrradtouren. Der Vorteil dabei ist, dass hier bereits im Vorfeld viele Faktoren in Betracht gezogen werden. So sollte man seine Strecke beispielsweise so wählen, dass Hund und Mensch nicht ständig in praller Sonne wandern oder radeln. Auch die Unterkünfte wollen gut überlegt und ausgewählt sein – sie sollten so nah beieinander liegen, dass alle Beteiligten sie entspannt in der vorgesehenen Zeit erreichen können.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Gepäck: Auch der Vierbeiner muss mit einem Vesper und Wasser versorgt werden, außerdem empfiehlt sich eine kleine Reiseapotheke mit Zeckenzange, Wund- und Heilsalbe, Durchfallmittel und Reisetabletten. Für Wandertouren kann man seinen Hund zuvor trainieren, manches Hundegepäck einfach selbst zu tragen – Hunderucksäcke eignen sich besonders für größere Tiere. Wenn man den Hund vor der Reise an sein „Gepäck“ gewöhnt, kann er durchaus für ein paar Kleinigkeiten wie Fressnapf und Extraleine selbst die Verantwortung übernehmen – und die ganze Reisegruppe ist mit Spaß bei der Sache!

Checkliste Hunde-Gepäck:

  • Autotransportbox bzw. Sicherheitsgeschirr
  • Halsband/Leine
  • Futter-/ Trinknapf
  • Hundenahrung/Leckerlis
  • frisches Wasser
  • Hundespielzeug
  • Körbchen /Decke
  • Impfausweis
  • Kotbeutel
  • ggf. Maulkorb
  • ggf. Fellbürste

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